Tasuleasa Social Kinder & Jugendprojekt

10 Jahre Tasuleasa Sozial

Natürlich ließen wir es uns - als eingefleischte, langjährige Weihnachtstrucker - nicht nehmen, bei der Feier zum 10 jährigen Bestehen des Kinder und Jugendprojekts Tasuleasa Social tief in den rumänischen Karpaten mit dabei zu sein. Oft haben wir dieses Projekt in den vergangenen Jahren auch mit den Weihnachtstruckern besucht und genossen jedes Mal die Gastfreundschaft von Alin Uhlmann Useriu und seinen zahlreichen Helfern. Diese wiederum begleiteten uns auch stets bei der Verteilung der Pakete in den Bergdörfern der Region Bistrita-Nasaud.

Wir packten also unsere Familien und machten uns auf den 16-18 stündigen Trip nach Piatra Fintenele. Als wir das Gelände am späten Nachmittag des 17. August erreichten waren die Jugendlichen Volontäre gerade dabei frisch gesägtes Brennholz für die Küchenherde aufzuschlichten. Alle freuten sich riesig und begrüßten uns auf’s herzlichste. Es war einfach schön,- alle auch einmal im Sommer bei 28 Grad und strahlend blauem Himmel wiederzusehen. Klar dass wir nicht mit leeren Händen kamen. 60 Paar fränkische, hausgemachte Bratwürste, etliche Kilo Kaffee, Käse und Salami, sowie eine nagelneue Kaffeemaschine für 100 Tassen hatten wir im Gepäck. Die alte Maschine hatte einige Wochen zuvor den Geist aufgegeben und so sponsorten Alex, Roland und ich zusammen mit unseren Familien kurzerhand die neue Maschine die ja für die bevorstehende Feier so dringend benötigt wurde.

Nach ein bis zwei Begrüßungsbierchen verließen uns aber schon langsam die Kräfte, denn nach fast 27 Stunden auf den Beinen davon knapp 18 Stunden in den PKW mit gerade mal 3-4 Stunden Schlaf auf den Sitzen, war mit uns nicht mehr sehr viel anzufangen. Da noch ausreichend Platz in den beiden Unterkunftshäusern war, beschlossen wir die Nacht dort zu verbringen und unsere Zelte erst am nächsten Morgen in aller Ruhe aufzubauen.

In der Nacht trafen auch einige ehemalige Absolventen des Langenzenner Gymnasiums ein. Chrissi Ellmann, Alex, Hanna, Nora und und und… unterstützen schon seit vielen Jahren das Projekt und helfen mit diversen Aktionen immer wieder etwas für den weiteren Ausbau beizutragen.

Nachdem wir unsere Zelte mit Blick in die Berge aufgebaut hatten, rief uns Alin zusammen um uns die noch nötigen Vorbereitungen zum Fest zu erläutern. Ihm fehlten dringend noch zwei Unterstände die den zahlreich erwarteten Gästen Schutz vor Sonne oder eventuell aufkommendem Regen bieten sollten. Zugleich sollten diese Schutzdächer – man kann es schon als Häuser bezeichnen,- stehenbleiben, da im Anschluss an die Feier schon wieder eine Gruppe Kinder und Jugendliche aus der Republik Moldawien angekündigt war, die einige Tage auf dem Projekt verbringen sollten. Also machten wir uns nach kurzer Planung gemeinsam ans Werk und bauten zusammen mit den rumänischen Volontären was das Zeug hielt. Bei sengender Sonne auf mehr als 1200 m Höhe sägten, hämmerten und schraubten wir eineinhalb Tage lang um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Sehr ausdauernd zeigten sich bei den Arbeiten die Mädels, denn die errichteten die komplette Überdachung des Essensbereiches in Eigenregie selbst, und das mit einer Energie die ihres gleichen suchen muss. Bewundernd begutachteten wir zwischendurch die Arbeit der Damen,- die auch eine angehende Architektin in ihren Reihen hatten, was sicher einen kleinen Vorteil brachte. Da wir kurz nach Mittag schon Richtfest feiern konnten hatten wir ja ausreichend Zeit bei den Mädels vorbeizuschauen. Es war schon dunkel geworden als auch hier der letzte Hammerschlag verhallte und wir uns alle zufrieden zu einem gemütlichen Abendessen zusammensetzten.

Mittlerweile stehen auf dem Projekt 2 kleine Häuser zum Übernachten in denen mehr als 32 Kinder & Jugendliche unter kommen können auf dem Gelände zur Verfügung. Ein Werkstattgebäude und ein Küchengebäude sind ebenfalls vorhanden. Ein Sozialgebäude mit Duschen, Toiletten und ausreichend Waschgelegenheiten ist baulich fertig, der Innenausbau kurz vor der Fertigstellung.

Seit 2010 wurden eine Schilf-Bio Kläranlage, ein idyllischer See und ein Wald- Lehr & Kletterpfad angelegt. Hierbei halfen zahlreiche Jugendliche Volontäre aus Rumänien und Deutschland.

Seit der Gründung von Tasuleasa Social im Jahr 2001 besuchten mehrere tausend behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Rumänen, Moldawien und anderen europäischen Ländern das Projekt und bekamen auf spielerische Weise den sinnvollen Umgang mit der Natur vermittelt. Mehr als 10.000 Bäume wurden geneinsam gepflanzt und etliche Seen von Müll und Unrat befreit bis hinunter ins Donaudelta welches eine der erhaltenswertesten Landschaften Europas darstellt.

In den vergangenen Jahren ist der Bekanntheitsgrad des Projekts stetig gestiegen und es wird über die Grenzen Rumäniens hinaus auch von den Medien als Vorzeigeobjekt hoch gelobt. Es steckt viel Herz, Mühe und persönliches Engagement in der Arbeit von Gründer Alin Uhlmann Useriu und seinen Volontären. Aber auch die Unterstützung der Johanniter und einigen bayrischen Gymnasien, darunter auch das Wolfgang Borchert Gymnasium in Langenzenn, trugen vieles zum heutigen Stand von Tasuleasa Sozial bei. Natürlich werden an dieser Stelle auch all die privaten Unterstützer nicht vergessen, denn auch Ihre Spenden,- ob materieller oder finanzieller Art waren und sind auch zukünftig ein großer Beitrag zum weiteren Ausbau des einzigartigen Projekts, welches der heranwachsenden Jugend nicht nur Vorbild, sondern auch ein Wegweiser in eine bessere Zukunft im Einklang mit der Natur und ihren erhaltenswerten, lebenswichtigen Ressourcen bietet .

Aus einem Traum wurde für Alin Uhlmann Useriu ein ehrgeiziges Lebenswerk welches mittlerweile weit im Land bekannt und was noch viel wichtiger ist,- anerkannt ist. In einem Fernsehinterview gab Alin einmal zu,- das er auch desöfteren nahe daran war zu resignieren, aber dennoch ein Aufgeben für ihn nie in Frage gekommen wäre. Irgendwie ging es immer weiter, kamen wieder ein paar finanzielle Mittel um die nötigsten Dinge zu besorgen die zum Weiterbau dringend nötig waren.

Lest hier auch das Interview mit Alin Uhlmann-Useriu

Wir unterstützen das Projekt wo immer es möglich ist, gerne können auch Sie einen kleinen Beitrag leisten. Sollten sie den ein oder anderen Euro entbehren können, so scheuen Sie sich nicht. Wir garantieren Ihnen, dass jeder Cent direkt und ohne Umwege an das Projekt übergeben werden.

Hier die Bankdaten:

Andreas Jutzi
Kto: 941271801
Blz: 70010080
Postbank München

Als Verwendungszweck bitte unbedingt 'Spende Fintinele' angeben.

Allen schon jetzt ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung.

Andreas & das Team WT.de

Weitere Infos zum Projekt gibt es hier: http://www.piatra-fintinele.de/dasprojekt.php
Bei eventuellen Rückfragen könnt ihr euch gerne bei uns melden. Entsprechende Maillinks und ein Kontaktformular gibt's hier auf den Seiten.




Und hier unsere Fotos von der Feier zum 10jährigen:


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Urma live in Concert

An der Feier erwartete uns auch ein ganz besonderes Event. Auf der eigens für die Feier errichteten, von Coca Cola Romania gesponsorten Bühne, gab sich eine der bekanntesten rumänischen Bands die Ehre. Der Name der Band – ‚Urma‘, ihr Stil – smoothige Gitarrenriffs mit rockigen Einflüssen und tiefgründigen Texten.
Hierzulande ist Urma schon ein Geheimtipp, denn sie waren auch schon in deutschen Landen live zu sehen und ernteten beispielsweise in Freiburg einen riesen Erfolg. Für die Band um Frontmann Mani Gutau war es ein Muss auf dem Jugendprojekt zu spielen, vor allem weil Mani nicht allzu weit weg zu Hause ist und einen ganz besonderen Bezug zu dem engagierten, ehrgeizigen Projekt hat.
Auf Tasuleasa spielten sie nun schon zum zweiten Mal und sie waren mit Herz und Seele dabei. Ein besonderes Highlight war die Präsentation einiger Songs ihres neuen, schon vierten Albums ‚Lost end found‘, welches bald frisch in die Stores und Downloadportale kommt.
Urma startete 2004 mit ihrem ersten Album ‚Nomad Rhymes‘. Im Oktober 2005 erschien dann ‚Anger as a gift‘ gefolgt vom sehr erfolgreichen 2007er Album ‚Trend off‘ welches auch über i-tunes erhältlich ist.
Einige Hundert Besucher der Feier hatten sich vor der Bühne versammelt und lauschten den ruhigen Gitarrenklängen inmitten einer traumhaften Landschaft der transylvanischen Berge. Andere saßen wiederum relaxed an einem riesigen Lagerfeuer oder standen bei uns an der Biertheke von wo aus die Bühne ebenfalls hervorragend zu sehen war. Die Band spielte mit einem solchen Einsatz als ständen sie in einem Stadion vor zig tausend Fans. Viele der Besucher kannten alle Texte von Urma auswendig, was den hohen Bekanntheitsgrad in ihrer Heimat nur unterstreichen konnte. Gekonnt präsentierte die Band Songs aus allen Alben und das Publikum sparte nicht mit jubelndem Applaus wenn ein ganz besonders ausdrucksstarkes Stück aus der PA tönte.
Bis spät in die Nacht wurden Songs gespielt was das Zeug hielt und der volle, sauber gemischte Sound der ‚Cola‘-Bühne trug sein übriges zum Wohlergehen aller bei.
Es war ein sehr überzeugender, mitreißender Gig bei dem sich niemand langweilen konnte, und ja,- auch mir als eingefleischtem Metaller – der ja eher gerne die härtere Schiene fährt, gefiel die Band wirklich sehr gut. Nun,- das eine schließt das andere ja nicht aus, und wer bekommt schon in den transylvanischen Bergen auf 1300m Höhe in atemberaubender Natur das neue, noch unveröffentlichte Album einer Band zu hören?
Im nächsten Jahr werden Urma auf einige Gigs nach Deutschland kommen, wann und wo erfahrt ihr hier.

Lineup:

Mani Gutau
(guitars / vocals)
Sorin Erhan (bass)
Dominic Csergo (drums)
Catrinel Bejenariu (female vocals)
Jimi Cserkesz (guitars)
Luis Palomino (sax / flute)
Ati Panaitescu (percussion)

Website: www.urma.ro (English)
Myspace: www.myspace.com/urmaspace
Facebook: www.facebook.com/urmabook

Label: Catapulta records

Aktuelles Album: trend off (Vö: 2007)
Kommendes Album: lost end found (Vö: tba)


Tasuleasa 2011 Galerie


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