Bericht 2010, die Verteilung der Pakete

Bistrita, Rumänien, 29.12.2010

Der Tag der Verteilung begann an der Umgehungsstraße von Bistrita wo die acht Lastzüge schon von vielen ehrenamtlichen Helfern erwartet wurden. Jeder der LKW bekam Begleitfahrzeuge der Bereitschaftspolizei, Geländewägen des örtlichen Offroad-Clubs und zahlreiche Helfer zugewiesen, die den jeweiligen Truck während der Verteilung im Zielgebiet unterstützen sollten. Roland und ich hatten ebenfalls im Landcruiser noch fünf Helfer dabei und begleiteten den Scania von Alfons Fürmetz in die Bergdörfer südwestlich von Bistrita. Der Weg dorthin war teilweise schwer befahrbar und ab ca. 300 Höhenmeter ging nichts mehr ohne Schneeketten. Hier war alles dick verschneit und die festgefahrene Schneedecke machte das Vorwärtskommen nicht gerade leicht.

In unserem ersten Zielort standen schon mehr als hundert Kinder und warteten auf die so dringend notwendigen Lebensmittelpakete. Am Tag zuvor hatten wir eine Einladung beim Landrat des Landkreises Bistrita-Nasaud. Hier wurde uns versichert, dass alle Vorbereitungen in den Dörfern bereits getroffen sind und alle Einsatzkräfte die Anweisung hatten, uns in jeder Hinsicht zu unterstützen. Selbst gegenüber den Lehrkräften der Schulen und Kindergärten hatte der Landrat eine Anwesenheitspflicht ausgesprochen damit alles reibungslos verläuft. Und es funktionierte wirklich perfekt. Die Klassenlehrer hatten ihre Listen der bedürftigsten Familien dabei auf welchen jeder Name eines jeden Kindes eingetragen war. Kopien dieser Listen hatten alle Begleitfahrzeuge ebenfalls dabei um eine Kontrolle zu haben dass alles passt.

Nacheinander wurde Name für Name aufgerufen und dem jeweiligen Kind sein Paket in die Hände gegeben. Es ist auch nach so vielen Jahren Weihnachtstrucker kaum zu beschreiben wie sich die Kinder freuen und wie sie ihr Paket stolz auf einen mitgebrachten Schlitten wuchten oder auf ein Pferdefuhrwerk, welches mehrere Familien aus schlecht oder garnicht per LKW zu erreichenden Orten hierher zum Truck gebracht hatte. Unser weiterer Weg führte uns in mehrere höher liegende Dörfer wo man ebenfalls schon auf uns wartete. Die Kinder standen nach Klassenstufen geordnet hintereinander und warteten ungeduldig bis ihr Name aufgerufen wurde. Während der Verteilung wurden auch immer einige Pakete auf Offroad-Fahrzeuge gepackt die dann direkt in schwer zugängliche Orte abseits der ‚normalen‘ Straßen fuhren um die Päckchen dort an die Kinder zu geben. Es sind schon verrückte Kerle die Jungs vom Offroad-Club Bistrita, denen graut es echt vor nichts, egal wie schäbig der Weg, wie tief die Furchen,- die zum Teil abenteuerlichen Jeeps bahnten sich mit ihren wuchtigen Trial-Rädern unbeirrt ihren Weg. Später stießen sie dann wieder zu uns um weitere Pakete in unwegsame Gebiete zu bringen. Ein großes Lob an diese Jungs, sie haben echt geschuftet und einen großen Teil zum Gelingen der Verteilaktion beigetragen!

Es war schon lange dunkel bis unsere Tour durch sieben Dörfer zu Ende war. Gegen 22.30 Uhr erreichten wir dann recht abgekämpft den Platz in Bistrita an dem sich alle LKW nach der Verteilung eingefunden hatten. Hier blieben die Fahrzeuge unter Bewachung stehen bis es am nächsten Tag wieder gen Heimat gehen sollte. Bei einem gemeinsamen späten Abendessen auf dem Kinder,-und Jugendprojekt konnte man sich noch einmal austauschen und sich gegenseitig von den Erlebnissen des Tages berichten.

Während des Tages traf auch der LKW von Reinhold Schabert ein der mit Turboladerschaden auf dem Weg nach Moldawien hinter Oradea ausgefallen war. Das Team konnte noch ein Dorf im Bezirk Bistrita anfahren und einen Teil der Pakete hier verteilen. Am Morgen des 30.12. halfen dann alle Fahrer, Begleiter und Helfer in zwei weiteren Orten mit, die restlichen Pakete an die Kinder zu verteilen.

Gegen 13.30 Uhr war dann gemeinsame Abfahrt Richtung Heimat. Alle ehrenamtlichen Helfer verabschiedeten jedes Fahrzeug mit lautem Applaus und bedankten sich so bei jedem einzelnen für den Einsatz beim diesjährigen Weihnachtstrucker, und wünschten mit lautem „Drum Bun“ allen eine gute Heimfahrt.

An dieser Stelle sei uns ein Wort,- die Organisation in unserem Zielgebiet betreffend, erlaubt. Seit 2003 organisiert Alin Uhlmann Useriu mit seinen freiwilligen Helfern die Verteilung der Pakete in dieser Region Rumäniens. Wir haben in keinem Land bisher ähnliches erlebt! Alleine für den Weihnachtstrucker 2010 hatte Alin mehr als 250 freiwillige Helfer organisiert die bei der Verteilung, der sicheren Unterbringung der Trucks und der gesamten Verteilaktion in allen Zieldörfern integriert waren. So einen Einsatz hatten wir in den vergangenen Jahren außer in der Region Bistrita nie erlebt geschweige denn für möglich gehalten. Schon in den letzten Jahren war hier immer alles top vorgeplant und egal wo wir hinkamen waren die Kinder schon da und warteten. Durch sein Kinder,- und Jugendprojekt Tasuleasa Social welches auch von bayrischen Gymnasien und den Johannitern unterstützt wird, ist Alin in ganz Rumänien bekannt und wurde mehrfach für seinen Einsatz um die Umwelt, die Integration und die zahlreichen Jugendprojekte ausgezeichnet. Ob großangelegte Baumpflanzaktionen zur Wiederaufforstung der Wälder die durch Raubfällung erhebliche Lücken aufweisen, bis zur Entmüllung von Flussläufen und Seen, -der Deutsch-Rumäne stand vor mehr als 10 Jahren auf und lies verlauten, dass es so nicht weitergehen könne! Seitdem baut er beharrlich am Kinderdorf in Piatra Fintinele weiter. Trotz vieler Rückschläge hält er an seinem Entschluss fest, etwas für dieses Land zu tun und mit seinem Projekt der jugendlichen ‚neuen‘ Generation ein Umdenken im Umgang mit ihrer Natur zu vermitteln. Seit der offiziellen Einweihung des Projekts auf 1200m Höhe im transylvanischen Bergland vor 10 Jahren, besuchten schon mehr als 2000 Jugendliche aus Deutschland und aus ganz Rumänien diesen Platz der Begegnung, und es spielt keine Rolle ob behindert oder nicht,- hier ist jeder herzlichst willkommen und nimmt bereitwillig an vielen Projekten teil.

Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich alles in Ruhe auf www.piatra-fintinele.de und auf www.tasuleasasocial.ro noch einmal ansehen.

Fotos von der Verteilung

Im Forum könnt ihr gerne diesen Bericht kommentieren. Hierzu ist ein Thread eröffnet mit dem Titel: Bericht Rumänien 2010

Bis demnächst!

Andreas Jutzi



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Das war der Weihnachtstrucker 2010

Die ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker sind zurück von ihrer Reise nach Osteuropa. 46 LKW traten am zweiten
Weihnachtsfeiertag ihre Reise zu Waisenkindern, bedürftigen Familien und Krankenhäusern in Osteuropa an und verteilten mehr als 63.000 Pakete aus Bayern.

Es war ein langer Weg für die ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker in diesem Jahr. Mehr als 16.000 Kilometer legten die 46 LKW auf ihrer Fahrt nach Albanien, Bosnien, Rumänien und Moldawien insgesamt zurück. Alle 96 Truckfahrer sind inzwischen wohlbehalten zurück in Bayern und sich einig: „Diese Fahrt war wieder etwas ganz besonderes! Die strahlenden Kinderaugen sind für uns das größte Dankeschön zu Weihnachten“. Gerade in Albanien spürten die ANTENNE BAYERN Weihnachstrucker, dass auf die Hilfe aus Bayern sehnsüchtig gewartet wurde. Durch das Hochwasser haben die Menschen dort alles verloren und mit den Paketen aus dem Freistaat doch einen kleinen Lichtblick zum Jahreswechsel geschenkt bekommen. Des Weiteren wurden in Rumänien die Päckchen unter anderem direkt an 23 Schulen an die Kinder im Land verteilt, sowie in Moldawien auch ein Behindertenheim angefahren, dass vollkommen von der Allgemeinheit abgetrennt ist.
„Dieses Jahr wurden über 140 Stationen angefahren, um die Päckchen zu verteilen. Die Freude vor Ort war überwältigend. Wenn man sieht, wie viel man bewirken kann mit so wenigen Dingen, die bei uns so selbstverständlich sind“, so Andreas Hautmann, Landesvorstand der Johanniter.

Bis Weihnachten wurden 63.453 Lebensmittelpakete für die Hilfsaktion bei den Partnern Johanniter, Lidl und A.T.U. von den Hörern des Senders, Familien, Schulklassen, Kindergärten, Vereinen, Firmen und Gemeinden im ganzen
Freistaat abgegeben. Gefüllt waren die Pakete für Osteuropa mit Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln und einem Geschenk für Kinder. Vom 26. Dezember bis zum Neujahrstag waren die 46 LKW mit der Verteilung in den Ländern beschäftigt.

„Ich möchte mich bei allen bedanken, die auch in diesem Jahr die ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker unterstützt haben. Herzlichen Dank fürs Päckchen packen – ihre Hilfe ist angekommen! Und natürlich bei meinen Truckern, die auch in diesem Jahr wieder ihren Weihnachtsurlaub unentgeltlich für die gute Sache eingesetzt haben. Zusammen haben wir wieder Menschen glücklich gemacht, denen es nicht so gut geht“, bedankt sich ANTENNE BAYERN-Moderatorin Angelika Demmerschmidt.
Vor 17 Jahren wurden die ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker von Moderatorin Angelika Demmerschmidt ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurde die Hilfsaktion mit der Bayerischen Europamedaille ausgezeichnet.

Mehr Informationen, Bilder und Videos gibt es auf der Homepage des Senders unter www.antenne.de und hier bei uns. Fotos


Verabschiedung Landshut 2010

Landshut 26. Dezember 2010

Abfahrt für die ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker heute in Landshut mit einem neuen
Päckchenrekord: Innerhalb von nur drei Wochen wurden 63.453 Lebensmittelpakte für die Hilfsaktion bei den Partnern Johanniter, Lidl und A.T.U. abgegeben. Seit heute Mittag 13.00 Uhr rollt der Konvoi mit 46 LKW in die Zielgebiete nach Osteuropa.

Eiskalte Temperaturen, randvolle LKW, eine ganz lange Reise vor sich und die Gewissheit etwas Gutes für Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, zu tun, beschreibt die Stimmung bei der Abfahrt der ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker am Besten. Unter dem Beifall ihrer Familien, Bekannten, Freunde, zahlreicher Landshuter und dem Respekt des kompletten ANTENNE BAYERN-Teams sind die 96 Truckerfahrer mit ihren 46
schweren LKW von der Landshuter Innenstadt gestartet. In diesem Jahr bringen die ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker insgesamt 63.453 Lebensmittelpakete zu Waisenkindern und armen Familien nach
Albanien, Bosnien, Rumänien und Moldawien. Um die Rekordzahl aus 2009 zu steigern (fast 62.000 Pakete) haben die Hörer des Senders, Familien, Schulklassen, Kindergärten, Vereine, Firmen und Gemeinden im ganzen Freistaat liebevoll Pakete mit Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln und einem Geschenk für Kinder geschnürt.

„Tausend Dank allen, die auch in diesem Jahr wieder ein so großes Herz gezeigt haben und ein Paket für diese großartige Hilfsaktion gepackt haben. Und jetzt gute Fahrt unseren Weihnachtstruckern, die bis zum Neujahrstag „on
the road again“ sind“, so ANTENNE BAYERN-Moderatorin Angelika Demmerschmidt bei der Verabschiedung. Die Johanniter und viele ehrenamtliche Helfer, das THW und auch Mitarbeiter von A.T.U – übergeben die Pakete vor Ort direkt an Waisenkinder, bedürftige Familien, Krankenhäuser und Armenküchen. Insgesamt verbringen über 100 freiwillige Helfer ihren Weihnachtsurlaub unentgeltlich im LKW, um die Pakete aus Bayern sicher ans Ziel zu bringen.
Vor 17 Jahren wurden die ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker von Moderatorin Angelika Demmerschmidt ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurde die Hilfsaktion mit der Bayerischen Europamedaille ausgezeichnet. Mehr Informationen, Bilder und Videos gibt es auf der Homepage des Senders unter www.antenne.de und wie gewohnt hier bei uns.




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